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Kustodie


Aktuell
Ferdinand Hodlers Monumentalbild Der Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813 aus der Aula wird in der Bundeskunsthalle Bonn gezeigt.


Die Kustodie ist eine Einrichtung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie beschäftigt sich vornehmlich mit der universitären Kunst- und Kultursammlung und übernimmt damit die Funktion der Bewahrung, Vermittlung, Erforschung und Mehrung der Kunstwerke an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die Kunstsammlung der Friedrich-Schiller-Universität Jena umfasst gattungs- und epochenübergreifende künstlerische Artefakte aus mehr als fünf Jahrhunderten, unter anderem Gemälde, Plastiken, Skulpturen, Grafiken, Fotografien, Denkmäler, Universitätsmedaillen und kunsthandwerkliche Gegenstände.

Die Gründung der Kustodie erfolgte am 1. Januar 1971 mit der Ernennung des stellvertretenden Bibliotheksdirektors Prof. Dr. Günter Steiger zum Kustos. In seinem Gründungsartikel formulierte Steiger als eine der dringlichsten Aufgaben der neugegründeten und in der damaligen DDR in dieser Form bis dahin einzigartigen zentralen Kustodie der Universität Jena die Erhaltung und Erschließung des kulturhistorischen Besitzes. Damit wurden die "materiellen Sachzeugnisse der Bildenden Kunst" erstmalig als eigener Sammlungsbestand erkannt und anerkannt. Es konnte damit begonnen werden, die Objekte zu inventarisieren und wissenschaftlich zu bearbeiten.

Zu den oben genannten Hauptaufgaben sind heute im Wesentlichen zwei neue Aspekte hinzugetreten: In den letzten Jahren wurde die digitale Bestandserfassung für die Altbestände und die Neuerwerbungen eingeführt. Zudem ist die Sammlung der Kustodie verstärkt in die universitäre Ausbildung eingebunden. So werden die Studierenden zur Realisierung von Ausstellungsprojekten oder im Sinne des forschenden Lehrens an die Werke und Bestände der Kustodie herangeführt. Aktuell geschieht das bspw. durch verschiedene Seminare im Projekt Laboratorium der Objekte.

Ein weiterer Tätigkeitsbereich ist heute die Mitwirkung an der Konzeption und Durchführung von Sonderausstellungen, deren Themen in die Zuständigkeit der Kustodie fallen. Auch die Auftragsvergabe und kunsthistorischen Vorarbeiten zur Restaurierung des Kunstbesitzes der Universität obliegen der Kustodie. Einen wichtigen Arbeitsbereich stellt inzwischen zudem die Vorbereitung denkmalpflegerischer Maßnahmen an Universitätsbauten dar.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kustodie beantworten außerdem wissenschaftliche Anfragen zum Kunstbesitz der Universität und informieren die Öffentlichkeit regelmäßig in Form von Vorträgen und Führungen zu Themen der Kunst- und Universitätsgeschichte in Jena.

Schließlich beteiligt sich die Kustodie an der Herausgabe der Schriftenreihe Minerva. Jenaer Schriften zu Kunstgeschichte und an anderen Publikationsprojekten.


Dr. Babett Forster
Leiterin der Kustodie